Archiv Gründer des Monats 2009
Januar 2009: Halle-Souvenirs
„Mache de Oochen uff und räume das Jelumpe weg“ – frei nach diesem Motto begannen Stefan Krause und Kerstin Kiefel die Umsetzung ihrer Gründung Halle-Souvenirs im Dezember 2007: Eine sympathische Produktreihe vom Charakter der typisch halleschen mundartlichen Schelmenhaftigkeit. Zum derzeit etwa zehnteiligen Kernsortiment gehören nicht nur die „Frühaufsteher- Tasse“, der „Hallunken-Becher“ und das Salz-und-Pfeffer-Streuer-Duo „Ische & Scheeks“, sondern ebenso ein Stadtplan-Brettchen oder ein „Händel zum Mitnehmen“. „Attraktive und zukunftsfähige Städte brauchen Identität, Image und Vielfalt. Der Wettbewerb von Städten um Einwohner, Touristen, Konsumenten und Investoren wird zunehmend von stärkerer Bedeutung sein“, so Stefan Krause zum Hintergrund der Idee. Zu regionalen Anlässen variiert das Sortiment, für welches Krause innerhalb seiner Firma Pixelproduzenten die Produktionsvorlagen erstellt. Im Jahr 2009 soll es bei Halle-Souvenirs neben einer Neuauflage der „CityBag“ auch neue Buttons mit hallescher Mundart zu erwerben geben, wofür die beiden Gründer noch auf der Suche nach Kooperationspartnern sind. Auch die Produktion von regionaltypischen Firmenprämien ist Teil der Geschäftsidee. Besonders wichtig sei beiden für 2009 aber vor allem der Aufbau einer perspektivischen Zusammenarbeit mit der Stadt Halle und der Stadtmarketing Halle (Saale) GmbH.
Februar 2009: stign - ein Zeichen für Produktgestaltung
„Hier wird ein Stein ins Rollen gebracht“. Dieser Satz kündigte die Webseitengestaltung unserer Gründerin des Monats Februar, einer jungen Designerin und Absolventin der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle, kürzlich an. Der Design-Stein trägt den Namen Eva Kristin und wird mitunter auch stign genannt. Seit einigen Tagen ist eine aussagekräftigere Seite online und verdeutlicht, wofür die junge Gründerin steht: Spaß und Leidenschaft am phantasievollen Querdenken und Ausformen.
Das aktuelle Projekt der 26–jährigen bekam den Namen DiaCare. „DiaCare ist aus der Idee geboren, in der intimen Atmosphäre des eigenen Bades eine lustvolle Szenerie mit dem Luxusgut ‚Zeit‘ zu zelebrieren“, erklärt Eva Kristin Stein. Hinter der Beschreibung verbirgt sich eine Körperpflege für Paare, die aus verschiedenen Duftrichtungen, Pflegemitteln und Peelings besteht und deren Flakongestaltung zum gegenseitigen Berühren einlädt: „Die Produkte sollen Genuss am Körpergefühl wecken und das Zelebrieren partnerschaftlicher Rituale ermöglichen, um damit zu einem sinnlichen Fluchtpunkt in einer durch Leistungsdruck dominierten Gesellschaft, einer ‚Insel im Alltag‘ zu werden. Deswegen verwende ich dafür ausschließlich hochwertige und angemessene Materialien, da diese stets als exklusiv wahrgenommen werden und durch ihre sinnlichere Handhabung überzeugen.“ ergänzt die junge Designerin.
Vor allem der ganzheitliche Gestaltungsentwurf steht bei stign im Vordergrund. Die vielfältigen Ideen von Eva Kristin Stein entstehen stets aus der Wechselbeziehung von Mensch, Objekt und Anwendung. Die entwickelten Produkte und Dienstleistungen zeichnen sich durch ihre besondere Anwendungsorientiertheit aus.
März 2009: NH DyeAGNOSTICS
NH DyeAGNOSTICS, hinter diesem Firmennamen verbirgt sich hochkomplexe Technologie und Hoffnung auf bessere Therapie für Jene, die beispielsweise an Krebs erkranken. Die Gründer Dr. Jan Heise und Dr. Kai Naumann haben ein neuartiges Verfahren für die Proteinforschung entwickelt, das es erlaubt komplexe Proteinmuster besser miteinander zu vergleichen und Krankheitsverläufe auf molekularer Ebene schneller zu erkennen und weiter zu erforschen.Für die Forschung hat das neue Verfahren schon jetzt einen großen Beitrag geleistet: Zukünftig ist es möglich, beispielsweise Krebstherapien deutlich effektiver auf den einzelnen Patienten anzupassen.
Und auch die beiden Forscher blicken optimistisch in die Zukunft: „Die Nutzung der neuen Technologie wird die medizinische und biochemische Forschung auf dem Gebiet der Proteinanalytik auf eine neue Qualitätsstufe heben“, ist sich Dr. Jan Heise sicher. NH DyeAGNOSTICS (NHD) steht jedoch nicht nur für die Entwicklung und den Vertrieb ihrer Produkte im Life-Science-Bereich, sondern auch für Dienstleistungsanalysen auf höchstem Niveau. Neben der Auftragsanalytik bietet das Team von NHD sogenannte „Expert Coachings“, fachliche Begleitung und Trainings für Wissenschaftler, an. „Wir bewegen uns dabei in einem relativ kleinen, hoch-spezialisierten Forschungsfeld, welches uns als innovatives und hoch kompetentes Unternehmen die Möglichkeit bietet, kundenspezifisch zu agieren“, meint Dr. Kai Naumann. Das Gründerteam stellt damit ein einzigartiges, auf den einzelnen Kunden zugeschnittenes Leistungsprogramm auf, mit dem Ziel, die Erfolgswahrscheinlichkeit aufwendiger und kostenintensiver Forschungsarbeiten signifikant zu steigern.
Die Homepage von NH DyeAGNOSTICS befindet sich derzeit in Aufbau. In Kürze erhalten Interessierte weitere Informationen auf www.dyeagnostics.com.
April 2009: Scoutractor
Eishockeyvereine waren bisher bei der Suche nach potentiellen Ersatz- bzw. Verstärkungsspielern auf sich allein gestellt – diese Erfahrung machte Manuel Hiemer als er nach seiner Zeit als professioneller Eishockeyspieler auch Einblicke in die Führungsbereiche von deutschen Eishockeyvereinen erhielt. Gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas Goede, der sein Studium als Wirtschaftsinformatiker absolvierte, gründete der Diplombetriebswirt daraufhin das junge Unternehmen „Scoutractor“.
Die Gründungsidee, die hinter den beiden steht, ist ebenso einfach wie genial: Individuelle Leistungsprofile von Eishockeyspielern aus der ganzen Welt sollen zukünftig dank einer einzigartigen Online-Plattform in einer suchmaschinenähnlichen Maske durch wenige Klicks verfügbar sein. „Den Verantwortlichen in den Vereinen wird durch dieses System die Optimierung des Mannschaftskaders ungemein erleichtert. Wir schaffen die Möglichkeit, schnell einen unmittelbaren Überblick über geeignete Kandidaten zu bekommen, wodurch Managern und sportlichen Führungskräften wieder mehr Zeit für die wesentlichen Kernaufgaben des Vereinsmanagement bleibt.“, erläutert Thomas Goede das Unternehmensziel.
Stolz sind die beiden jungen Gründer vor allem auf ihr ausgetüfteltes Kriteriensystem. Anhand von ca. 60 Charakteristika, die zusätzlich zu den herkömmlichen Statistiken erhoben und ständig aktualisiert werden, erfassen sie sämtliche Fähigkeiten eines Spielers sehr detailiert und umfassend: „Um eine möglichst objektive Beurteilung der Spieler zu ermöglichen, arbeiten wir mit erfahrenen und unabhängigen Scouts zusammen. Wir können nun eine Software bieten, mit der alle relevanten Informationen über jeden einzelnen Spieler qualitativ so aufbereitet sind, dass vereinsinterne Geschäftsprozesse effektiv und präzise unterstützt und automatisiert werden können.“, resümiert Hiemer. Die Eröffnung des Webportals www.scoutractor.com steht unmittelbar bevor.
Mai 2009: STEERMEDIA
Die Medienbranche produziert heute so vielfältig und komplex wie niemals zuvor um ein Produkt erfolgreich zu vermarkten. Seien es Filme auf interaktiven DVDs in Verbindung mit innovativen Viral-Marketing-Projekten im Internet, klassischen Werbeanzeigen in Zeitschriften oder Mobile-Marketing-Strategien für den Mobilfunk – Kommunikationskanäle werden heute ganz individuell belegt, um konkrete Zielgruppen direkt zu erreichen. Wirklich effektiv können diese „crossmedialen“ Möglichkeiten jedoch nur dann genutzt werden, wenn eine ausreichende Vernetzung zwischen einzelnen Mediendienstleistern gewährleistet ist - eine Herausforderung, der sich Christian Steer mit seiner Media Management Agentur „STEERMEDIA“ verschrieben hat. Der junge Wirtschafts- und Sozialgeograf absolvierte sein Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bevor er seine Agentur, mit der er sich als „Zentrale eines unabhängigen Netzwerks der Medienbranche Mitteldeutschlands“ versteht, fünf Jahre später im Juli 2008 gründete. Seitdem kann Steer bereits auf einige namhafte Projekte verweisen – so produzierte er beispielsweise die DVD zum Film „Fundsache Luther“. „Medienproduktionen und individuelle Marketingstrategien für meine Kunden zu konzeptionieren und umzusetzen, bedeutet für mich Maßanfertigung. Dabei lege ich nicht nur besonderen Wert auf eine umfangreiche Unternehmens- und Standortanalyse, bei der Auswahl und Steuerung aller anschließenden Medienaktivitäten habe ich mich außerdem besonders auf die Verknüpfung moderner und traditioneller Medien spezialisiert.“, erklärt Steer. Noch dieses Jahr will er die Mitteldeutsche Medienbranche zum innovativen „Copa Media 2009“ einladen – ein Fußballturnier, bei dem das zukünftige Netzwerken nun schon einmal beim „Ball zuspielen“ geübt werden kann. www.steermedia.de
Juni 2009: SITTA - Kongress- und Eventmanagement GmbH
Die Entwicklung neuer Medizin-technologien schreitet ständig voran, regelmäßig kommen neue Verfahren, Therapien und Produkte auf den Markt. Auch über die Medizinbranche hinaus wird die Vielfalt der durch den technischen und kulturellen Fortschritt einer Dienstleistungsgesellschaft erzeugten Möglichkeiten für einzelne Unternehmen schnell unübersichtlich. Fachkräfte stehen jedoch bei ihrer täglichen Arbeit nicht nur vor dem Anspruch, über bedeutende Entwicklungen und Neuerungen informiert zu sein, sondern ebenso über ein umfangreiches Netzwerk an wichtigen Ansprechpartnern zu verfügen.
Mit seiner Gründung der SITTA – Kongress- und Eventmanagement GmbH im Herbst 2008 hat sich Junggründer Frank Sitta diese Aufgaben zum unternehmerischen Ziel gemacht. Gemeinsam mit seinen beiden Mitarbeiterinnen Nadine Schulz und Christin Wehe plant, organisiert und koordiniert er Tagungen und Kongresse für führende Unternehmen, wie zum Beispiel den 5. Kommunikationskongress Medizintechnologie, der vom 8. bis 10. Juni 2009 in Köln stattfand. Dabei legt Sitta als zertifizierter Europäischer Eventmanager und diplomierter Politikwissenschaftler „vor allem Wert auf eine besonders kommunikative, individuell zugeschnittene und ganzheitlich umfassende Betreuung der Kongressteilnehmer, von der Konzepterstellung bis hin zur Erfolgskontrolle.“ Und er fügt hinzu: „Mich leitet die Idee, innovative Veranstaltungsformate auch für die Region Mitteldeutschland zu konzeptionieren und dauerhaft zu etablieren – hier sehe ich noch großen Nachholbedarf.“ www.sitta.de befindet sich derzeit noch im Aufbau und wird am 1. Juli 2009 eröffnet.
Juli 2009: Karola Richter

- Foto: privat, Text: A.Köhler
Ein weißer Rabe ziert das Firmenlogo der UNIVATIONS-Gründerin Karola Richter. In der deutschen Literatur steht der intelligente Vogel für eine anders denkende Person. Anders, auch mal quer denken, ist die Devise der kreativen Industriedesignerin – ihre simplen, klar gestalteten Produkte für den alltäglichen Gebrauch haben einen besonderen Witz oder Charme und sind dabei funktionell. Die Folienvase „Falter“ etwa lässt sich zum Reinigen und Aufbewahren zu einer Fläche entfalten oder zusammenrollen. „Smokers Love“ verbindet die Komponenten zum Rollen und Rauchen einer Zigarette auf pfiffige Weise. Da das Feuerzeug den Verschluss bildet, wird dieses nicht so leicht weggegeben oder vergessen. Die breitgefächerte Kollektion von Karola Richter bietet etwas für jeden Geschmack und Stil. Für die Zukunft wünscht sich die Absolventin der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle Aufträge im Bereich Industrie- und Konzeptdesign, aber auch das so genannte Autorendesign – visionäre Produkte nach ihren eigenen Vorstellungen zu entwickeln – ist der 28-Jährigen wichtig. In diversen Internetshops und in mehreren Läden deutschlandweit werden ihre Produkte bereits vertrieben, im halleschen Shop „Mamalina“ zum Beispiel sowie in der Lichtboutique Halle. An ihrem eigenem Internetauftritt arbeitet die Designerin zurzeit, genau wie an der Vorbereitung für Messeauftritte in Frankfurt am Main und Köln.
August 2009: ThermHex Waben GmbH

- Foto: M.Behne; Text: A.Köhler
In Interieur- und Strukturbauteilen von Flugzeugen und Yachten, in vielen Automobilbauteilen, aber auch in Möbeln oder Verpackungen ist sie zu finden, die Sandwichbauweise mit Wabenkern. Die extrem leichten Wabenkerne sind je nach Nutzungszweck mit verschiedenen Deckmaterialien (Kunststoff, Stahl, Aluminium, Papier, Holz, Natur- o. Glasfaserverbundmaterialien) kombinierbar und bilden die Mittellage leichter und doch extrem steifer Sandwichplatten. Aus zahlreichen Industriezweigen sind sie nicht mehr wegzudenken. Gut für Diplom-Ingenieur Jochen Pflug, der sich in diesem Bereich spezialisierte und im Dezember 2005 die Firma „EconCore N.V.“ - eine Gesellschaft belgischen Rechts mit Sitz in Leuven (Belgien) und die „EconHP Holding GmbH“, mit Sitz im Technologie-und Gründerzentrum auf dem Weinberg Campus in Halle gründete. Seit Juli 2009 führt er zudem die Geschäfte der „EconCore“-Tochter „ThermHex Waben GmbH“.
Die Materialeffizienz der Sandwichbauweise mit Wabenkern bedeutet Gewichtsminimierung und Resourcenschonung, und verbindet Kosteneinsparung mit positiven Effekten für die Umwelt. "Dies ist heute für den Erfolg von Materialentwicklungen von entscheidender Bedeutung", betont Jochen Pflug. Ziel des Unternehmers, der u.a. Luft- und Raumfahrtechnik studierte, ist eine Produktion kosteneffizienter thermoplastischer Wabenkerne in Sachsen-Anhalt aufzubauen. Das Besondere an dem von Jochen Pflug und der belgischen Universität Leuven entwickelten Verfahren zur kontinuierlichen Produktion von Wabenkernen ist, dass es im Vergleich zur herkömmlichen, diskontinuierlichen Produktion deutliche Kostenvorteile durch eine hochautomatisierte und unterbrechungsfreie Produktion bietet. Für das weltweit erste Verfahren dieser Art wurden dem Ingenieur in den USA und in Europa bereits mehrere Patente erteilt.
Derzeit suchen Jochen Pflug und sein Vertriebsleiter Thorsten Hildebrand für die "ThermHex Waben GmbH“ einen geeigneten Standort in Sachsen-Anhalt und erfahrene Mitarbeiter für die Produktionsleitung. Neben der künftigen Produktion in Deutschland werden die ThermHex-Wabenkerne bereits in Japan gefertigt. Ein Partnerunternehmen der Firma EconCore N.V. stellt dort mit Hilfe der EconCore-Technologie hochwertige wiederverwendbare Verpackungskisten her. Für die Zukunft wünscht sich Jochen Pflug, der vom Hochschulgründernetzwerk UNIVATIONS bei seinen innovativen Vorhaben unterstützt wird, rentable Geschäfte und den schnellen Ausbau des Produktionsstandortes in Sachsen-Anhalt. Vom 27. bis 29. Oktober 2009 stellt die „ThermHex Waben GmbH“ ihre Technologie auf der „Composites Europe“, der größten europäischen Fachmesse für Verbundwerkstoffe, Technologien und Anwendungen in Stuttgart vor.
September 2009: IT-Breeding

- Foto: M. Behne; Text: A. Lacroix
An einer „digitalen Bibliothek“ für molekularbiologischen Daten für Kulturpflanzen kommt man in der Pflanzenzüchtung nicht mehr vorbei. Das zumindest dachten sich die Biologin Dr. Ludmilla Malysheva-Otto und der Bioinformatiker Fabian Gerstenberg von IT-Breeding, einem Ausgründungsprojekt des Leibniz-Instituts für Pflanzengentechnik und Kulturpflanzenforschung mit Sitz in Gatersleben. Seit dem Frühjahr 2008 entwickelt das Gründerteam deshalb kundenspezifisch erstellte Datenbanken für bestimmte Kulturpflanzenarten.
Bislang wurden die von Wissenschaftlern zusammengetragenen Informationen über Pflanzenwachstum und -entwicklung nur in Fachzeitschriften und wissenschaftlichen Publikationen beschrieben. Das soll sich nun mit der Pflanzen-Datenbanken von IT-Breeding ändern: Wissenschaftliche Daten und Informationen aus den Bereichen Agrarwissenschaft, Pflanzenmolekularbiologie und Pflanzengenetik werden darin gesammelt, ausgewertet, entsprechend aufbereitet und dem Kunden zur Verfügung gestellt. Den Pflanzenzüchtern und Forschern steht damit eine umfangreiche Sammlung genetischer Informationen zur Verfügung, die sie durch die Anwendung der so genannten SMART-Breeding-Technik für die Optimierung ihrer Züchtung nutzen können.
Zu dem kompletten Dienstleistungsangebot des Gründungsprojekts, das vom UNIVATIONS-Partnerprojekt „Scidea“ betreut wird, gehört außerdem ein umfassender Beratungsservice, der sich der Analyse von molekularen Markern sowie der Analyse und Interpretation von molekularen Daten widmet. Damit grenzen sich IT-Breeding deutlich von ihren Konkurrenten auf dem nationalen und internationalen Markt ab.
Zurzeit gehören die Datenbanken von IT-Breeding, in Bezug auf große Teile der Erstellung, zu dem Typ der manuell kuratierten Datenbanken. Die Suche nach einer Technologie für eine effiziente und schnellere Verarbeitung der Informationen wurde bereits begonnen, deren Implementierung in das Produkterstellungsverfahren ist das primäre Ziel der beiden Gründer. Vom 6. Bis 8. Oktober präsentiert sich IT-Breeding auf der Biotechnica in Hannover, Europas bedeutendsten Branchentreff für Biotechnologie.
Oktober 2009: seidenmatt - visuelle Kommunikation

- Foto: M. Behne; Text: A. Lacroix
Hinter der Firma „seidenmatt“ verbirgt sich keine gewöhnliche Agentur. Die beiden Gründerinnen aus Halle, Sandra Chwalek und Monique Tomesch wollen ihren Kunden - ob Einzelunternehmer, Mittelstand oder Großkonzern – vor allem gut durchdachte Konzepte anbieten, die das Unternehmen optimal widerspiegeln und es zu einer Marke werden lassen. Spezialisiert auf die Entwicklung von Corporate Designs für Unternehmen, entwickelt seidenmatt Unternehmenserscheinungsbilder, die mithilfe verschiedener Instrumente gezielt am Markt (visuell) platziert werden.
Geprägt durch den Einfluss des Bauhauses in Dessau haben die beiden Diplom-Designerinnen den Anspruch, funktionales, langlebiges und ästhetisches Design entstehen zu lassen, ganz nach dem Leitspruch „form follows function“. Ganzheitliches, konzeptionelles Denken steckt hinter jeder ihrer Ideen. "Am Ende eines meist mehrschichtigen und umfangreichen Prozesses halten unsere Auftraggeber ein fertiges 'Produkt' in der Hand, mit dem sie professionell am Markt auftreten und effizient mit ihren Kunden kommunizieren können“, sagt Monique Tomesch.
Derzeit arbeiten die zwei Jungunternehmerinnen, die von UNIVATIONS nach ihrem Studium an der Hochschule Anhalt bei der Gründung ihrer GbR begleitet wurden, an verschiedenen Projekten, unter anderem an einem Wegeleitsystem für die Stadtwerke Dessau sowie an Illustrationen für die Bauerfeind AG. Regelmäßig werden sie beispielsweise auch von den Firmen reha FLEX (Halle/Saale), CMC-Baustahl (Dessau-Roßlau) und AstraZeneca GmbH (Wedel) für grafische Leistungen beauftragt. In der Zukunft erhofft sich das kreative Frauenduo eine feste Größe am Markt zu werden und einen festen Kundenstamm mit vielen interessanten Aufträgen zu generieren.
November 2009: wesp GmbH

- vorne l.: Patrick Eder, r. Heiko Weirauch; hinten v.l.: Andreas Wölfel, Oliver Ihring, Prof. Dr. med Egbert Seidel, Dr. med. Klaus Müller; Foto: M.Behne; Text: A. Lacroix
Kondition und Muskeln aufbauen, Abnehmen, Fit bleiben, Gesünder leben – gute Vorsätze, die jeder schon einmal gefasst, aber meist nicht in die Tat umgesetzt hat. Die junge Firma „wesp“ mit Sitz in Merseburg will genau dort ansetzen und sowohl private Hobbysportler als auch Geschäftsleute und Profisportler motivieren und dabei unterstützen, mehr und vor allem gezielter Sport zu treiben und das Lebensumfeld gesünder zu gestalten. Um optimale Ergebnisse bei individuellen Fitnessprogrammen zu erzielen, haben die beiden Gründer der Firma wesp, Sportwissenschaftler Heiko Weirauch und Dipl. Sportlehrer Patrick Eder, im Jahr 2006 die innovative Software „wesp-analysis“ entwickelt.
Mit dieser Software ist es möglich, physiologische Daten von Sportlern mithilfe eines innovativen Algorithmus zu analysieren und an Hand der individuellen Physiologie ganz spezifische Trainingsempfehlungen für den einzelnen Sportler zu berechnen. Zudem ist die Software webbasiert, das heißt für jeden Anwender standort- und systemunabhängig nutzbar. Dies wiederum hat den Vorteil, dass der Fitness- und Gesundheitsmarkt vernetzt werden kann und beispielsweise Gesundheitsdienstleister, wie Krankenkassen, effizienter arbeiten und eine verbesserte Betreuung anbieten können.
Mit der neuen Online-Systemsoftware „darwinci“ soll diese Vernetzung noch weiter optimiert und ausgebaut werden. „darwinci“ basiert auf der elektronischen Fitnessakte und bietet nun die Möglichkeit Trainings- und Ernährungspläne optimal auf den Anwender abzustimmen und damit Fitness und Gesundheit in Einklang zu bringen. „Mit darwinci holen Sie sich Ihren persönlichen Coach nach Hause. Dieser Coach hat das Wissen von unzähligen Experten und berät Sie ganz speziell zu allen Fragen der Ernährung oder zum Training - 24 Stunden am Tag an jedem Ort – ganz wie Sie wünschen“ erklärt Heiko Weirauch.
Zudem kann mithilfe der Software eine umfangreiche Fitnessanalyse und -dokumentation erfolgen. Patrick Eder ist sich sicher, dass die neue Software ein Erfolg wird: „Grundlage unserer Konzepte sind die neuesten, wissenschaftlichen Erkenntnisse. Durch unsere täglich in der Praxis erworbenen Erfahrungen und durch die Zusammenarbeit mit anerkannten Sportwissenschaftlern, Medizinern und Universitäten entwickeln wir Lösungen, die überzeugen und begeistern“. Um dieses Projekt umzusetzen, haben sich die beiden Existenzgründer vier weitere Experten, Dr. med. Klaus Müller, Prof. Dr. med. Egbert Seidel und Andreas Wölfel aus den Bereichen Sportwissenschaft und Medizin sowie den Programmierer Oliver Ihring ins Team geholt.
Für die Zukunft plant das Sechserteam, das vom UNIVATIONS-Partnerprojekt Scidea bei der Weiterentwicklung ihrer Unternehmung betreut wird, die Eröffnung eines Trainings-, Gesundheits- und Leistungszentrums für Mitteldeutschland in Merseburg. Und schon jetzt ist die Firma wesp an vier Standorten aktiv. Außerhalb der Hauptgeschäftsstelle Merseburg sind sie in der Sportklinik Halle, im Trainingszentrum in Leipzig und Magdeburg präsent.
Dezember 2009: SmartMembranes

- Foto: M. Behne; Text: A. Lacroix
Die SmartMembranes GmbH stellt makro- und nanoporöse Membranen aus Aluminiumoxid und Silizium mit hochgeordneten Honigwaben-Strukturen und einer engen Porendurchmesserverteilung her, deren Porendurchmesser mit einer Präzision auf Nanometerebene eingestellt werden können. Die Einsatzmöglichkeiten in Industrie und Forschung sind nahezu unbegrenzt, neben der Filtration von Wasser, Luft oder anderen Stoffen, können diese Membranen in der Sensorik, unter anderem im Umweltschutz, in der Raum- und Atemluftüberwachung oder der Arbeitsmedizin angewendet werden. Ebenso sind biomimetrische Strukturen zugänglich sowie die Anwendung im Tissue Engineering Bereich oder auch im Pharmascreening. Als Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen porösen Systemen wertet das Team von SmartMembranes die hohen Qualitätsmerkmale ihrer Membranen bei gleichzeitiger Gewährleistung der von den Kunden gewünschten Standardeigenschaften.
Entstanden ist die Idee zu SmartMembranes bei der Nano-Entrepreneurship-Academy (NEnA) – einem Ideenwettbewerb für Wissenschaftlerinnen aus der Nanotechnologie. Das Team gewann 2007 den Wettbewerb. Mit der darauf folgenden Unterstützung der Fraunhofer Gesellschaft konnte die Idee weiterentwickelt und der Businessplan erarbeitet werden. 2009 siedelte sich die SmartMembranes GmbH im Technologiepark weinberg campus in Halle an. Betreut wird das Frauenduo von dem UNIVATIONS- Partnerprojekt Scidea.
Für die nahe Zukunft hat das Team um Monika Lelonek und Dr. Petra Göring konkrete Pläne: Die Akquise von Geldern sowie der Aufbau von größeren Anlagen steht zunächst im Vordergrund. 2010 wollen die Gründerinnen ihr Team erweitern und die erste chemisch-technische Assistentin für die Produktion einstellen. Internationale Aufmerksamkeit will die SmartMembranes GmbH auf verschiedenen Messen und Konferenzen, unter anderem auf einer im Dezember stattfindenden Wirtschaftskonferenz in Russland, auf sich ziehen.
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